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Genderkompetenz


Genderkompetenz

Genderkompetenz entsteht auf der persönlichen, der fachlichen und der strukturellen Ebene. Dabei ist die Verknüpfung des Erkennens gleichstellungsrelevanter Aspekte im jeweiligen Tätigkeitsfeld und der Umsetzung der Erkenntnisse im praktischen Handeln notwendig. Dies verlangt das Zusammenwirken von fachlichen, berufsspezifischen und Genderkompetenzen.

Die Grafik im Downloadbereich verdeutlicht die Wechselwirkungen von Wahrnehmen, Analysieren, Reflektieren und Handeln in Bezug auf Gender. Genderkompetenz beschreibt demnach den Prozess von der Wahrnehmung einer Genderinszenierung bis hin zur Entwicklung von Handlungsoptionen.

Ute Wanzek beschreibt Genderkompetenz als Handlungskompetenz in 4 Säulen:

Sozialkompetenz

Mit Konflikten und Missverständnissen im Geschlechterverhältnis umgehen können; selbstständig Genderaspekte identifizieren können; Offenheit, Beweglichkeit und Einfühlungsvermögen zeigen.

Fach-/Sachkompetenz

Daten und Fakten zur Chancengleichheit (Verteilungsgerechtigkeit) kennen; über fachspezifisches Genderwissen verfügen (z. B.: im Bereich Bildung, Arbeitsmarkt); neue Konzepte in der Gleichstellungspolitik umsetzen können.

Methodenkompetenz

Geschlechterrollen, Stereotype und ihre Wirkungen kennen; Gender Mainstreaming als Organisationsentwicklungsprozess führen und steuern; genderreflektierende Analysetätigkeiten durchführen; aus der Genderperspektive Beratungen durchführen.

Personale Kompetenz

Reflexionen der eigenen Genderinszenierungen im (beruflichen) Alltag vornehmen; dem eigenen wie anderen Geschlechtern konstruktiv kritisch begegnen; Gender an sich und anderen wahrnehmen können.

In allen Beschreibungen von Genderkompetenzen ist die persönliche Auseinandersetzung, auch mit dem eigenen Gender, die Voraussetzung für kompetentes Handeln. Dabei wird Gender als Konstrukt von Interaktionen zwischen Menschen gesehen. Die Aufforderung "doing gender in a different way" kann dabei hilfreiche Unterstützung bieten.

Weitere Informationen

Diskussionsbeitrag des Gender-Institutes Sachsen-Anhalt, einem der ersten Bundesländer Deutschlands, die Gender Mainstreaming implementiert haben.

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