topimage
VIDA

Konstruktivismus und "Doing Gender"

Dieser Ansatz kam aus der angloamerikanischen Frauen- und Geschlechterforschung Mitte der 1980er Jahre in den deutschen Sprachraum (Carol Hagemann-White, Erving Goffman, Harold Garfinkel). Ausgangspunkt war die Feststellung, dass Gender sozial konstruiert wird.

In unseren Interaktionen inszenieren wir Gender. Alle anwesenden Personen sind an dieser Konstruktion beteiligt und bestimmen die Genderbilder des Moments mit. Demnach ist Geschlecht nicht etwas, das wir haben, sondern etwas, das wir tun (vgl. Carol Hagemann-White).

Aus der Ethnomethodologie kommt für diesen Prozess der Geschlechtsinszenierung der Begriff "Doing Gender". Daraus folgt, dass sich Frauen und Männer an der Konstruktion der zweigeschlechtlichen Gesellschaft beteiligen.

VertreterInnen dieses Ansatzes beschäftigen sich mit der Frage, wie in welchen Kontexten Gender konstruiert wird. Sie stellen damit auch biologistische Argumentationen von Geschlecht in Frage. In der Umsetzung von Gender Mainstreaming müssen wir uns bewusst sein, dass wir in jeder Situation Gender mitkonstruieren. Wen wir wie ansprechen und auf wen wir wie reagieren erzeugt Bilder von Gender.

 

Teilen |
Suche
GO

© Copyright 2016 vida [IMPRESSUM]