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Diversität

Auch diese Theorie wurde aus der Kritik an der Gleichheitstheorie und an der Theorie der sexuellen Differenz in den 1980er-Jahren entwickelt. Ihr Ursprung liegt in der "black women´s liberation" in den USA (Angela Davis, Bel Hooks u. a.). Lesbische, jüdische, eingewanderte und behinderte Frauen schlossen sich an.

Sie alle stellten fest, dass Feminismus lediglich weiße, westliche und heterosexuelle Frauen umfasste (und vielfach noch umfasst). Andere gesellschaftliche Konfliktlinien wie Rassismus und andere Diskriminierungsformen wurden und werden ausgeblendet. Ihre Grundannahme: Es gibt nicht "die Frauen" und auch keine "weibliche Zugangsweise". Demnach müssen Diversitäten wie Herkunft, Hautfarbe, Klasse, Behinderung, Alter und sexuelle Orientierung in das Blickfeld rücken.

Die Diversitätstheorie führte zu einer Differenzierung der Angebote für Frauen. So entstanden z.B. Lesbenzentren, Vereine für Migrantinnen und Mädchenprojekte. Bezogen auf Gender Mainstreaming wurde deutlich, dass wir aus Genderperspektive nicht nur "die Frauen" und "die Männer" im Feld unserer Betrachtungen haben sollten. Vielmehr könnte es darum gehen, Frauen und Männer in ihren unterschiedlichen Identitäten, mit ihren Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten wahrzunehmen.

 

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